Waldbrand
Dienstag 17. März 2015

Einsatzart: Brand
Einsatzort: Oberndorf
Datum: Dienstag 17. März 2015
Alarmzeit: 20:20 Uhr (4 Stunden 10 Minuten)
Alarmierungsart: Meldeempfänger, Sirene
Mannschaftsstärke: 18 Feuerwehrdienstleistende
Weitere Kräfte: Einsatzleiter Rettungsdienst, Feuerwehr Ergoldsbach, Feuerwehr Herrngiersdorf, Feuerwehr Hohenthann, Feuerwehr Langquaid, Feuerwehr Mallersdorf, Feuerwehr Oberroning, Feuerwehr Pfaffenberg, Feuerwehr Piegendorf, Feuerwehr Rottenburg, Feuerwehr Schierling, Notarzt, Polizei, Rettungsdienst, UG ÖEL Landshut
Fahrzeuge: HLF 20/16, DL 16/4, GW, LF 8

Einsatzbericht:

Noch während der Einsatznachbearbeitung unseres letzten Einsatzes heulten erneut die Sirenen über Neufahrn. Alarmiert wurde erneut zu einem ausgedehnten Waldbrand, dieses Mal allerdings in unserem Gemeindegebiet, Ortsteil Oberndorf.

Auf der Anfahrt war bereits von fernen das Flammeninferno sichtbar. Noch während der Einsatzfahrt lies unser KBM die Alarmstufe erhöhen und orderte 10000l Löschwasser zusätzlich. Am Brandort angekommen, wurden sofort Abschnitte gebildet, um die ca. 35000 Quadratmeter große Fläche, die mit Jungholz bepflanzt war, effektiv zu löschen.

Unser HLF bildete den Brandabschnitt “Nord”. Zwei Atemschutztrupps begannen mit der Brandbekämpfung. Sie gingen mit 2 C-Rohren vor und wurden vom HLF versorgt. Sofort wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen und Güllefässern, welche mit Wasser gefüllt wurden, eingerichtet. Das Tanklöschfahrzeug Ergoldsbach und die TS Oberroning versorgten unser Fahrzeug. Des Weiteren wurde eine Entladezone für die Güllefässer errichtet. Dafür wurden zwei Auffangbehälter aufgebaut. In diese wurde das Wasser zwischengelagert und bei Bedarf durch eine Tragkraftspritze weiterbefördert.
Die beiden weiteren Abschnitte “Süd” und “Ost” übernahmen die weiteren Wehren aus dem Umkreis. Man arbeitete sich von außen nach innen vor, um das Feuer einzudämmen. Da das Ausmaß eine gewisse Größe überschritt, wurde ebenfalls die Unterstützungsgruppe “Örtliche Einsatzleitung” (UG ÖEL) alarmiert. Diese errichteten einen Bereitstellungsraum, wo die aufgetankten Fahrzeuge auf ihren Abruf warteten. Des Weiteren wurde hier das BRK platziert, um bei eventuellen Verletzungen gleich eingreifen zu können. Von dort aus wurde auch der Einsatz koordiniert.
Gegen 22 Uhr konnte “Feuer unter Kontrolle” gemeldet werden und es begannen die Nachlöscharbeiten. Da dies der zweite Einsatz infolge war, wurde unser HLF aus dem Einsatz herausgelöst und trat die Heimreise an. Lediglich ein Trupp blieb mit der Wärmebildkamera vor Ort, um bei den Nachlöscharbeiten die Glutnester mit der Wärmebildkamera zu lokalisieren. Zurück am Gerätehaus wurden die Fahrzeuge wieder bestückt und einsatzbereit gemacht.
Nach dem Aufräumen gegen 23:45 Uhr fuhr unser Mehrzweckfahrzeug nochmal zur Einsatzstelle, um unseren letzten Trupp abzuholen.
Gegen 00:00 Uhr konnte dann auch schließlich “Feuer aus” gemeldet werden. Die nächtliche Brandwache übernahm die Ortsfeuerwehr Piegendorf. Da diese über keinen Löschwasserbehälter verfügen, verblieb ein Auffangbehälter der Feuerwehr Neufahrn, der mit Löschwasser gefüllt wurde, an der Einsatzstelle, um eventuelle Nachlöscharbeiten zu erledigen.

Der Einsatz wurde für die Feuerwehr Neufahrn um 00:30 Uhr im Gerätehaus beendet.




Erklärungen:
KBM = Kreisbrandmeister
KBI = Kreisbrandinspektor
KBR = Kreisbrandrat
BRK = Bayrisches Rotes Kreuz
RTW = Rettungswagen
NEF = Notarzteinsatzfahrzeug
Fahrzeuge der FF-Neufahrn
HLF 20/16 = Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
TLF 4000 = Tanklöschfahrzeug
MZF = Mehrzweckfahrzeug
V-LKW = Versorgungs – LKW
DLAK 23/12 = vollautomatische Drehleiter mit Korb
MTW = Mannschaftstransportwagen
VSA = Verkehrssicherungsanhänger
P250 = Pulverlöschanhänger
Bitte beachten Sie:
Die Feuerwehr Neufahrn hat sich für die Veröffentlichung von Einsatzbildern ausgesprochen. Als unsere Aufgabe sehen wir eine seriöse Berichterstattung ohne die Privatsphäre geschädigter Personen zu verletzen. Vor Ort gemachte Bilder werden zur Berichterstattung, für interne Zwecke, zur Einsatznachbesprechung und Schulungszwecken eingesetzt.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

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